Abwechslung...

...gab es vorgestern in meiner Kirchenchorprobe.
Der Komponist einiger schöner christlicher Lieder kam zur Probe dazu. Drei kleine Werke von ihm singen wir am kommenden Freitag bei der Trauerfeier. Er spielte Klavier und sang die Strophen, ich dirigierte, und der Chor singt teilweise komplett mit, teilweise pausiert er und an vielen Stellen stellt er den Backgroundchor mit "uh"-Gesang im Hintergrund dar.
Es klappte ziemlich gut, weil der Chor die Lieder in- und auswendig kennt, da sie damit eine CD aufgenommen haben. Eher war es ein Prozess für mich, da ich mir die Abläufe (Refrain - Strophe - Zwischenspiel - Modulation usw.) merken musste. Die Sänger wissen ganz genau, wann sie einsetzen müssen. So sagte ich dann auch: "Ihr braucht mich da eigentlich kaum, aber tut wenigstens so als ob."
Ganz toll fand ich es denn auch, dass einige Sänger ganz aufmerksam zu mir sahen. Erfahrungsgemäß sind das oft die, die gar nicht so ausgesprochen sicher sind, das sind oft die treuesten Mitglieder. (Das habe ich vor Jahren in meinem damaligen Kinderchor erlebt: Die schwächsten Sänger kamen am zuverlässigsten zur Probe. Diese Kinder waren es dann aber auch, die die Stücke am sichersten konnten und sich am besten weiterentwickelten, und dann später unter Umständen besser waren als die Naturbegabten und eher sogar mal ein Solo singen konnten.)

Abgesehen davon ist es einfach ein wunderschöner Luxus, die Hände zum Dirigieren frei zu haben. Das habe ich echt genossen.

Darüber hinaus probten wir zwei oder drei eher einfache Lieder, die sich jederzeit für einen Gottesdienst aus dem Hut zaubern lassen.

Mein Ego betreffend muss ich noch zugeben, dass ich mir noch etwas mehr Mühe gegeben habe als sonst sowieso schon: Die ehemalige Dirigentin des Chores war da - ich leite den ja erst seit September - weil auch sie bei der Trauerfeier Abschied von unserer Sängerin nehmen möchte und bei der Gelegenheit gleich den Sopran unterstützt. Irgendwie setzte ich mich dadurch ein wenig unter Druck, dass ich jetzt irgendwie zeigen wollte, wie gut ich bin. Schön dämlich; aber glücklicherweise ohne irgendwelche negativen Folgen.

So, jetzt werde ich mal mein Pflegekätzchen aus der Abstellkammer rausscheuchen, wo es sich seit Tagen versteckt. Sonst lernt die Kleine nie, dass Menschen lieb sind.

Heute Abend oder morgen gibt es gleich wieder einen "Chorbericht" für meine LeserInnen, weil ich heute Abend ja zur Probe mit meinem Vereinschor fahre.

28.1.15 16:12

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maria Mariana / Website (7.6.17 23:49)
Esse post é inestimável . Onde posso ter mais informaÁ_es ?

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