Mit neuem Schwung...

...ging es heute in die erste Chorprobe meines Kirchenchores nach den Ferien.
Zuerst durfte ich den Sängern mitteilen, dass ihr Auftritt am 1. Weihnachtsfeiertag wirklich sehr gelungen war. Sie hatten alles, was ich zuvor beim Einsingen und der kurzen Probe nochmal in Erinnerung gerufen und aufgefrischt hatte, tatsächlich ziemlich gut umgesetzt. Gleichzeitige Einsätze, Lautstärke, Phrasierung, Tempo... da war alles wirklich recht gut. Das war natürlich ein schöner Eisntieg in die Probe und das neue Jahr.

Dann ging es mit dem Einsingen weiter, wobei ich heute, wie oft in letzter Zeit, besonders auf Vokalausgleich achtete. Zur Erklärung: Das bedeutet, dass man vor allem i und e nicht mit weit auseinandergezogenen Mundwinkeln singt, sondern die Vokale eher in eine Runde Form setzt wie u und o. Der Vokalausgleich ist wichtig für einen ausgewogenen, runden Klang der Stimme und damit das Klangvolumen der Sänger. Außerdem legte ich Schwerpunkte bei guter Atmung und Stimmumfang: Nach oben erreichten einige Sänger das hohe c und nach unten die meisten das kleine f. Das ist ganz ordentlich.

Schließlich begannen wir locker ein nicht allzu schwieriges Lied, das sich gut für einen Gottesdienst eignet. Die erste Seite davon klappte zum Schluss schon vierstimmig, die zweite Seite braucht noch ein wenig Übung für die einzelnen Stimmen - wobei ich mit Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass meine, keine solistischen Proben.

Dann wiederholte ich ein Lied, bei dem ich Wert darauf legte, dass die Sechzehntelnoten auch wirklich schnell genug gesungen wurden, und ein weiteres, bei dem der Sopran in den hohen Tönen gerne zu tief singt. Da war es toll, dass sie auf meine Anweisung "mit Schwung" nach oben gingen und die Töne auch tatsächlich trafen. Jetzt müssen wir nächste Woche noch darauf achten, dass sie nicht zu tief absinken wenn es anschließend in der Melodie wieder nach unten geht.
Bei diesem letzten Lied ließ ich sie zum Schluss gemischt stehen: Also nicht ein Sopran neben einem Sopran, sondern immer neben jemandem, der nicht die gleiche Stimme singt wie man selbst. Das bewirkte, dass jeder etwas lauter sang, weil alle versuchen, sich selbst noch zu hören. Und das ist ja etwas schwieriger, wenn jemand neben einem steht, der was völlig anderes singt. Dadurch singen sie also kräftiger, und zudem kommt beim Zuhörer - also in diesem Fall bei mir - ein viel komplexerer Klang an, als wenn alle Stimmen isoliert stehen.

Das war ein schöner Abschluss der Probe und ich freue mich schon auf die nächste.

Morgen wird es spannend: Meine Klavierschülerin D. (15) muss den aktuellen Unterricht bezahlen. Leider muss ich sagen, dass die Familie in dieser Hinsicht scheinbar eine echt schlechte Moral hat. Wenn das Mädel das Geld nicht dabei hat, schicke ich es nach Hause. Das ist keine übertriebene Reaktion, weil ich mir ihr in dieser Hinsicht schlechte Erfahrungen gemacht habe und sie diese Konsequenz schon kennt.
Schau also wieder rein um zu erfahren wie es ausgeht.

12.1.15 23:32

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