Abwechslung

Vorgestern hatte ich einen langen Tag.

Der Unterricht begann mit meiner etwas älteren Gesangsschülerin. Wir nahmen ein italienisches Übungslied durch. An diesem Tag war ihr nicht nach Alleine-singen, also sangen wir eben zu zweit. Dann schlossen wir noch mit einem Volkslied ab.

Danach kam C. (46). Gleich am Anfang gab ich ihr eine kleine Notenhausaufgabe. Man muss zwar im Gesangsunterricht nicht zwingend Noten lernen, aber wenn jemand keinerlei Notenkenntnisse hat, erkläre ich hier und da was, und füge mal eine einfache kleine Hausaufgabe ein, um auch die Musiktheorie ein wenig zu lehren. Letztendlich hilft das ja sehr bei der Umsetzung von Liedern, wenn nicht alles über das Gedächtnis geleistet werden muss, sondern dem Sänger auch die Notenschrift etwas sagt.
Wir unterhielten uns nochmal über die Frage nach einem Solo bei einem kleinen Schülervorspiel nächstes Jahr. Das kommt für C. noch überhaupt nicht in Frage - aber vielleicht mit jemandem zusammen, oder eventuell mit mir. Das wäre vorläufig eine gute Alternative, und ich behaltes es im Auge.
Wir arbeiteten an der Öffnung des Ansatzrohres (also vom Mundraum bis zu den Stimmlippen) und am Stimmumfang.
Dann nahmen wir auch hier ein italienisches Übungslied ran, arbeiteten an Intonation, dem Ansatzrohr und der musikalischen Umsetzung.

Darauf folgte dann A. (44). Neben anderen üblichen Übungen ging ich mit ihr vor allem mit weicher Stimmgebung in die Tiefe. Dann begannen wir eine Arie Antiche, also eine leichte italienische Arie aus der Barockzeit. Das sind stimmfreundliche Stücke, und es ist A.s erste Arie. Sie fasste die Melodie schnell auf und soll sich das Stück als Hausaufgabe im Internet raussuchen, um die Melodie noch weiter zu verinnerlichen.

Nach A. kam J. (seit kurzem 8 Jahre alt), meine einzige Klavierschülerin an diesem Tag. Ihr kleines Stück spielte sie einwandfrei, legato und fehlerlos. Wir begannen mit dem nächsten Stück, das in der Klavierschule folgt, "Seifenblasen" - es steht im Zweivierteltakt, da lernte J. also gleich etwas neues. Es hat ein paar tonleiterförmige Stellen aber dazwischen auch ein paar kleine Sprünge. Ich denke, dass das für J. kein Problem darstellen sollte, aber im Unterricht machte sie, natürlich, noch ein paar kleine Fehler. Das Legatospiel, an das ich ja anfangs viel erinnern musste, stellt jetzt aber gar keine Schwierigkeit mehr dar. :-)
Weil das so gut lief, nahm ich gleich das nächste Liedchen dran: "Big Ben", klar, die Big-Ben-Melodie. Es steht im Dreivierteltakt, weil es hier um das gleiche Thema - das Taktmaß - geht, passten die beiden Lieder gut zusammen.
Als Hausaufgabe gab ich diesmal etwas ungewöhnlicheres: J. soll mit Mamas Unterstützung herausfinden, wer oder was der Big Ben ist. ;-) Die 10jährige Schwester, die im Unterricht zuhörte, meldete sich zu Wort und verkündete, sie wisse das. :-D Da ließ ich sie immerhin verraten, wo der Big Ben ist ("In England!!", aber den Rest muss die kleine Schwester schon selbst herausfinden. :-D

Zu guter letzt kam noch eine neue Gesangsschülerin, U. (55). Sie war insgesamt etwas unruhig, lachte viel - ich denke, das war Unsicherheit. Alleine vor einer Person zu singen, einer Lehrerin, von der man ja zwingend auch Kritik erwartet, ist halt für die Leute eine ziemlich neue Erfahrung, die durchaus auch mal nervös macht.
Sie war nicht schlecht, aber bevor ich mit großartiger Technik komme, korrigiere ich erst mal kleinere "Regeln" des Gesangs und lasse sie in meinem Unterricht "ankommen".

Das war der Dienstag - er war schön abwechslungsreich und hat Spaß gemacht.:-)

1.10.15 18:54

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