Heute gelang es uns...

...mit der Chorprobe ziemlich pünktlich anzufangen - was immer ein wenig Thema ist, weil die Sänger nicht fünf Minuten vorher kommen, sondern mit Ach und Krach pünktlich. Da funktioniert das leider nicht immer.

Im Einsingen machte ich Körperarbeit und Übungen für Höhe und Tiefe sowie den Stimmsitz.

Dann begannen wir mit "Lollipop". Wichtig war wieder, dass der Alt mit schönem Klang anfängt, damit die anderen genau so nachfolgen. Außerdem wollte ich, dass eine Stelle mit besonderer Energie betont, und eine weitere sehr im Popstil gesungen wird.

Darauf nahmen wir uns "Greensleves" vor. Hier ging es überwiegend um die Lautstärke. Der Bass hat da die Melodie, die von den Frauen nicht "platt gemacht" werden darf. Ähnlich ist es dann im Schluss: Da singt der Bass eine Variation der Melodie, die nur zur Geltung kommt, wenn die Frauen sich entsprechend zurückhalten. Im Piano dann aber bitte mit Körperspannung; deshalb ließ ich sie das auf einem Bein stehend singen. (Auch wenn ich dann, klavierspielend, aus dem Augenwinkel immer mal wieder wahrnehme, wie jemand das Gleichgewicht verliert. :-D )
Da kam dann auch von einer Altistin die Feststellung, dass sie diesen Teil des Liedes jetzt erst richtig versteht und es so viel besser ist. :-)

Nach der Pause nahm ich zuerst "Shalom aleichem" dran. Da forderte ich die richtige Lautstärke entsprechend meinem Dirigat ein, was auch direkt gut klappte, weil der Chor mir gut folgte.

Dann kam "Beyond The Sea" dran. Das ließ ich zum ersten Mal ohne Klavier singen. Für das erste Mal lief das bis zur Mitte schon ganz gut. An der einen oder anderen Stelle hatte ich etwas zu sagen, aber es ging. Dann übten wir mit dem Tenor den Abschnitt, an dem diese Stimme die Melodie hat und die anderen "doo" und "da" singen. Dann folgt eine Übergangsstelle die rhythmisch sehr schwierig und komplex ist, weil jede Stimme einen eigenen Rhythmus singt. Und dann kommt wieder *fast* der Anfang, bis auf den allerletzten Akkord, in den meine Sänger sich erst mal reinhören mussten.

Als Ständchen für ein Geburtstagskind wünschte sich die Person dann "Gebet eines Kindes". (Das freute mich, weil ich das Lied ja eingeführt habe.)

Und weil noch drei Minuten Zeit waren, ließ ich dann noch "Die schöne Tilla" singen. Da gibt es eine Stelle, an der immer wieder "nein, nein, nein" gesungen wird. Das soll mit schönem Vokalausgleich, also nicht grell gesungen werden. In der zweiten Strophe heißt es aber im Text, dass die Tilla "mit schriller Stimme" spricht, deshalb sollen da dann genau diese Neins tatsächlich grell klingen. Diesmal dachten die Sänger super daran und setzten das gut um.

Wegen des Geburtstages gab es hinterher noch etwas zu Trinken und zu Knabbern. Das war ein schöner Ausklang.

24.9.15 21:33

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